4 Mose 6, 22-27 Segnung der Schulkinder

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg 16.8.2020
Norbert Giebel

4. Mose 6, 22-27       Segnung der Schulkinder

Wir wollen heute für Kinder beten, die in die Schule kommen und für Kinder, die von einer Schule in eine andere Schule wechseln. Wenn man etwas Neues im Leben anfängt, ist man immer etwas aufgeregt. Das geht Erwachsenen ganz genauso wie euch Kindern. Das Alte, wo man vorher war oder wie man vorher gelebt hat, das kennt man. Da fühlt man sich sicher. Das Neue kennt man noch nicht. Das macht ein bisschen unsicher.

Vielleicht ist das Neue sogar richtig schön, man freut sich darauf, aber man ist doch auch aufgeregt. Oder man hat ein bisschen Angst vor dem Neuen, weil man nicht weiß, wen man da so kennenlernt und wie das alles werden wird: Auch dann ist man aufgeregt. Da ist es doch das Beste, wenn man betet, wenn man Gott bittet in das Neue mit zu gehen, bei einem zu sein.

Gott soll aufpassen auf uns, wenn wir etwas Neues anfangen. Und darum kann man ihn bitten. Er soll bei uns sein, wenn wir uns freuen, aber auch, wenn irgendetwas nicht so gut wird. Gott soll uns stark machen für das Neue. Niemand kann einen Menschen so bewahren und Kraft geben, so wie Gott es kann. Darum ist es gut, zu beten, wenn man Neues anfängt.

Wir wollen für alle Kinder beten, die in die Schule gehen und für die ein neues Schuljahr beginnt. Und wir wollen sie segnen. Was ist das jetzt? Was ist das, jemanden segnen?

Segnen ist noch mehr als für jemanden beten. Wenn man jemanden segnet, dann spricht man ihm etwas zu. Man verspricht ihm etwas. Man verspricht ihm, dass Gott mit ihm geht.

Wenn ich für jemanden bete, dann klingt das so: „Herr Jesus, bitte geh du mit ihr oder mit ihm“. Wenn ich jemanden segne klingt das anders. Dann spreche ich die Menschen direkt an und sage ihnen: „Der Herr geht mit Dir. Gott, der Herr, ist bei dir. Der Herr wird dich stärken und trösten und bewahren.“

Gott hat einmal gesagt, wir sollen seinen Namen auf andere Menschen legen, damit er sie dann segnet (V27). Das ist eine komische ganz alte Formulierung. Jemand segnen heißt, Gottes Namen auf jemand legen. Das ist so, als würden wir beim Segnen, dem anderen ein Namensschild geben. Vielleicht kennt ihr solche Namensschilder. Normalerweise steht da unser eigener Name drauf. (2 Namensschilder vorbereiten und nacheinander zeigen.)

Wenn wir heute Kinder segnen, dann ist das so, als würden wir ihnen ein Zettel an die Stirn kleben oder ein Schild an ihre Bluse oder sein T-Shirt heften und auf dem Schild steht: „“Die oder der gehört zu Gott. Gott gehört zu diesem Mädchen oder zu diesem Jungen.“

Zum Segnen gehört eigentlich immer auch ein Zeichen. Der Mensch, der gesegnet wird, soll es auch fühlen können. Das bekannteste Zeichen ist, dem Mann oder der Frau oder dem Mädchen oder dem Jungen die Hand auf den Kopf zu legen. Das ist ein Segenszeichen.

Aus unserer Gemeinde kenne ich fünf Kinder, die in die Schule kommen oder die Schule wechseln:

Lotte E., Benjamin K. und Ben N. kommen in die erste Klasse! Sie fangen an mit der Schule. Lasse J. und Jacob S. kommen in die fünfte Klasse und diese beiden wechseln die Schule!

Wir werden jetzt beten für das neue Schuljahr und dann werde ich euch fünf segnen, im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das heißt: In seinem Auftrag und in seiner Vollmacht.

Zum Segnen gehört eigentlich immer auch ein äußeres Zeichen. Der Mensch, der gesegnet wird, soll auch etwas fühlen. Er soll sozusagen fühlen, dass Gott ihn berührt. Das bekannteste Zeichen ist, dass man beim Segnen dem anderen beide oder eine Hand auf den Kopf legt. Man kann den anderen aber auch in den Arm nehmen und es gibt noch andere Formen.

Ich kann euch heute nicht die Hände auflegen. Aber wenn ich gleich nachher eure Namen nenne und euch segne, vielleicht ist jemand bei euch, Mutter, Vater, Oma, große Schwester, und sie kann dir dann die Hand auf den Kopf oder die Schulter legen, wenn ich dich segne. Oder einen Arm um dich legen. So als würde Gott gerade einen Arm um dich legen.

Wir beten jetzt und dann segne ich euch.

Es folgen kurze vorbereitete Gebete
des Gottesdienstleiters, eines Elternteiles, eines Kindes und eines Lehrers.

Segensgebet für die uns bekannten Schulanfänger:

Lotte E., Benjamin K., Ben N., Lasse J. und Jacob S.:


Ich segne euch im Namen von Gott und von Jesus und von dem Heiligen Geist.

Gott, der Herr, geht mit dir in das Neue, das auf dich wartet.
Er sieht dich an jedem Tag und steht dir bei.
Er wird dich gut führen
und dich trösten, wo du Trost brauchst.

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr sehe dich immer freundlich an
und sei dir gnädig.
Sein freundliches Gesicht soll immer über dir sein,
dass er dich stärkt und dir Freude gibt.
Und er gebe dir seinen Frieden.

Amen .

 
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