Johannes 13 in Auswahl: Auferweckung des Lazarus

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg
Pastor Norbert Giebel 20.9.2015

Johannes  11,  1+3.6.11-14.17-27.32-44
                                               „Die Auferweckung des Lazarus“

 

Ich lese ausgewählte Verse aus Johannes 11:


1 Lazarus, ein Mann aus Betanien, dem Ort, in dem Maria mit ihrer Schwester Martha wohnte, war krank. 3 Die beiden Schwestern ließen Jesus ausrichten: »Herr, der, den du lieb hast, ist krank.“
6 Als Jesus nun wusste, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er die Nachricht erhalten hatte. 7 Dann sagte er zu seinen Jüngern: »Wir wollen wieder nach Judäa gehen!«


8 »Rabbi«, wandten sie ein, »vor kurzem haben die Juden dort noch versucht, dich zu steinigen, und jetzt willst du wieder dahin zurückkehren?«

11 Jesus sagte: »Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich gehe jetzt zu ihm, um ihn aufzuwecken.« 12 »Herr, wenn er schläft, wird er wieder gesund«, sagten die Jünger, 13 die dachten, er rede vom gewöhnlichen Schlaf; in Wirklichkeit sprach er davon, dass Lazarus gestorben war. 14 Da erklärte er ihnen offen: »Lazarus ist gestorben.

17 Als Jesus nach Betanien kam, erfuhr er, dass Lazarus schon vor vier Tagen begraben worden war. 18 Betanien war nur etwa drei Kilometer von Jerusalem entfernt, 19 und viele Juden ´aus der Stadt` waren zu Martha und Maria gekommen, um sie in ihrem Leid zu trösten.

 

Liebe Gemeinde,

 

Krankheit, Tod und Trauer gehören zu unserem Leben. Nicht täglich. Aber keiner kommt drum herum. Ich war die letzte Zeit viel auf Intensivstationen. Bei Menschen, die ich kenne. Und deren Angehörige ich kenne. Menschen an Schläuchen, mit Schmerzen oder nicht mehr bei Bewusstsein. Und Angehörige, die ganz mitfühlen, die Sorgen oder Ängste haben, die ihre Lieben leiden sehen und nicht wissen, wie es enden wird. Einer von ihnen ist vergangene Woche gestorben. Reinhold Sch. Wenige Tage vor seinem 96. Geburtstag. Bei ihm ging es schnell. Ohne langes Leiden. Nach zwei Tagen Intensivstation. Gelobt sei Gott für sein Leben und sein Sterben. Gott sei Dank hat er ihm das ewige Leben geschenkt.

 

„Es ist den Menschen bestimmt einmal zu sterben,“ steht in der Bibel, „danach aber das Gericht.“ (Hebr. 9,7). Jeder stirbt und jeder steht dann vor Gott. Da wird unser Leben noch einmal angesehen und bewertet! Da wird uns noch einmal wehtun, was wir im Leben verbrochen haben. – Und da werden wir dann Gottes Gnade feiern, wenn wir in seine Herrlichkeit hineingehen. Der Spruch für diese Woche erinnert uns daran: „Christus Jesus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium!“ (2. Tim 1,10)

 

Was wir getan haben wird gerichtet, aber wir werden gerettet. Wer hier im Leben den Ruf des Auferstandenen hört, der wird ihn dann auch hören. Wer hier schon aus Gottes Gnade lebt, der wird es dann auch tun.

 

Krankheit, Tod und Trauer gehören zu unserem Leben. Lazarus war krank. Seine Schwestern, Martha und Maria, sie haben furchtbare Tage hinter sich. Sie haben gebangt, sie haben gebetet, sie haben gehofft und waren verzweifelt. Alles, was sie dachten, alles was sie fühlten, war auf diesen Focus gerichtet: „Wie geht es weiter mit Lazarus? Wie geht es dann mit uns weiter?“

 

Sie rufen Jesus zur Hilfe. Er hatte diese Gegend verlassen, nachdem man ihn steinigen wollte. Aber sicher würde er jetzt kommen. Ihr Freund und ihr Herr. Er kann heilen. Wie viele Wunder hat er getan! Wie vielen hat er geholfen. Nichts ist ihm unmöglich! Wie viel mehr wird er seinem Freund Lazarus helfen und ihnen, den beiden Schwestern. Aber Jesus kommt nicht. Es passiert nichts. Er hilft nicht. Er ist nicht da. Er hört nicht. Jesus hilft nicht, obwohl er es doch kann!

 

Viele von uns können nachvollziehen, wie es Maria und Martha damit gegangen ist. Den Heiland zu kennen und er kommt nicht, er heilt nicht. Ich finde keine leichte Antwort. Nein. Das ist wirklich nicht zu verstehen. Ich kann es nicht verstehen, weshalb manche früh sterben, weshalb manche viele Jahre lang leiden müssen, bis sie heimgehen dürfen, und weshalb andere über 90 Jahre alt werden und ohne langen Kampf entschlafen dürfen. Das Leben ist nicht gerecht. Die Kreuze, die Menschen zu tragen haben, sind sehr unterschiedlich groß und sehr verschieden geschnitten.  Manche drücken sehr  und andere kann man leicht tragen. Es ist die Regel, so ist das Leben, das es meistens aufhört, wo ich aufgehört habe zu lesen: Da liegt einer krank, seine Angehörigen bangen um ihn,  er stirbt und es gibt eine Trauerfeier.

 

Ich bin fest überzeugt, dass Gott die Menschen sieht, die leiden, dass er mit leidet, dass er ihre Rufe hört, dass er auch tröstet und hilft, dass man weiter leben kann, mit der Trauer, mit der Lücke, die der adere hinterlässt. Und trotzdem ist es schwer. Gott kann im Leben von Menschen schwere Wege  zulassen. Nicht ohne Trost! Nicht ohne Halt! Aber doch mit ganz schweren Beinen geht man ein dunkles Tal, wenn man einen Menschen verloren hat. Gott segne die unter uns, denen es geht wie Maria und Martha. Die nach Jesus rufen. Aber er kommt scheinbar nicht. Er heilt nicht. Mit ihnen möchte ich beten: „Herr erbarme dich!“

 

Noch einen Blick aber will ich werfen auf Martha und Maria: Darauf wie sie beten! „Herr, siehe, der, den du liebhast, liegt krank!“ Mehr sagen sie nicht. Mehr ist auch nicht nötig. Unter Freunden braucht man nicht viele Worte. Maria und Martha wissen, dass Jesus weiß, was er zu tun hat. Sie vertrauen auf seine Liebe und auf seine Weisheit. Es könnte auch Demut in ihren Worten liegen. Sie vertrauen sich ihm darin an, was er in ihrer Not auch tut. Sie machen nicht viele Worte, sie strecken nur die Hand aus, zeigen ihm ihre Not, bringen ihren kranken Bruder zu ihm. Und schweigen. Ich finde, in einem solchen kurzen Gebet steckt sehr viel Vertrauen. Ich finde sogar eine große Freiheit darin, einfach mit seiner Not vor Christus zu sein. Der Herr bleibt der Herr! Ich sage ihm meine Not und ich bleibe bei ihm!  

 

Ich lese weiter aus Johannes 11, 20-28

20 Als Martha hörte, dass Jesus auf dem Weg zu ihnen war, ging sie ihm entgegen; Maria aber blieb zu Hause. 21 »Herr«, sagte Martha zu Jesus, »wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben! 22 Aber auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbittest, wird er dir geben.« 23 »Dein Bruder wird auferstehen«, gab Jesus ihr zur Antwort. 24 »Ich weiß, dass er auferstehen wird«, erwiderte Martha. »Das wird an jenem letzten Tag geschehen, bei der Auferstehung der Toten.« 25 Da sagte Jesus zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. 26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?« 27 »Ja, Herr«, antwortete Martha, »ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.« 28 Danach ging sie weg, um ihre Schwester Maria zu holen.

32 Sowie Maria an den Dorfeingang kam und Jesus erblickte, warf sie sich ihm zu Füßen und rief: »Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben!« 33 Beim Anblick der weinenden Frau und der Juden, die sie begleiteten und mit ihr weinten, erfüllten ihn Zorn und Schmerz.

 

Martha läuft Jesus entgegen. Maria bleibt bei den vielen Trauernden. Eine Woche wurde damals zusammen geweint und geklagt. Die Trauerzeremonien zogen sich hin und waren von lauten Klagen gekennzeichnet. Beide, Martha und Maria, stehen zeitlich verzögert vor Jesus. Beide aber klagen ihn an, konfrontieren ihn mit ihren Fragen. „Warum bist du nicht schneller gekommen? Wo warst du so lange? Du hättest ihn retten können! Jetzt ist es zu spät!“ Die offene Frage, die offene Klage, sich nicht zu verstellen, das gehört mit zu einer Beziehung zu einem Freund. Die Schwestern sagen, dass sie ihn nicht verstehen. Sie schütten ihr Herz aus. Sie zeigen ihm ihre Verzweiflung. – Dennoch ist ihr Glaube nicht gebrochen. Martha sagt zu Jesus: „Aber auch jetzt noch weiß ich: Was immer du von Gott erbittest, wird er dir geben!“

 

„Er wird auferstehen!“ sagt Jesus. „Ich weiß. Am Ende der Tage wird er auferstehen!“ antwortet Martha. Und das ist wirklich tröstlich! Ich traf Walter M. im Krankenhaus, hier aus der Gemeinde. Er arbeitet dort. Auch er hat nach den Mitgliedern unserer Gemeinde gesehen. Und auch er sagte: „Es ist schlimm. Aber wir wissen, wo sie hingehen!“ Das ist wirklich ein Trost! Wenn ich einmal sterbe oder wenn Du, wenn Sie einmal sterben und ihre Angehörigen am Bett oder an Grab stehen und sagen können: „Wir wissen wo er oder sie hingeht!“ Das ist wirklich ein Trost.

 

Alle müssen sterben. Christus aber hat den Tod überwunden! Alle, die er anruft und die ihm mit Glauben antworten, sie leben ewig. Sie leben in der Herrlichkeit. Sie sehen das Licht.

 

Hier in Bethanien aber will Jesus mehr zeigen. Er sagt:



„Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?“ (V25f)

„Ja, Herr“, antwortete Martha, „ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ (V27)

 

Glaubst du das? Glaubst du, was Martha sagt? Dass Jesus von Gott gekommen ist, dass er Gottes Sohn ist, dass er allein Auferstehung und das wahre Leben schenken kann? Martha glaubte es schon bevor Jesus Lazarus auferweckte. Sie glaubt es schon in der Trauer, bevor sie irgendein Handeln Jesu gesehen hat.

 

Als Jesus kurz darauf Maria und die vielen anderen Trauernden sieht und hört, laufen seine Gefühle über. Ganz verschiedene Gefühle. Er ist mit traurig. Er ist mit betroffen. Und er ist zornig. Zornig auf die Macht des Todes. Zornig vielleicht auch, weil die Menschen nur ihrer Trauer Raum geben. Sie glauben an die Auferstehung und sie feiern, als gäbe es sie nicht1

 

Ich lese weiter aus Johannes 11:



(33 Ende) Bis ins Innerste erschüttert, 34 fragte Jesus: »Wo habt ihr ihn begraben?« Die Leute antworteten: »Herr, komm mit, wir zeigen es dir!« 35 Jesu Augen füllten sich mit Tränen. 36 »Seht, wie lieb er ihn gehabt hat!«, sagten die Juden. 37 Und einige von ihnen meinten: »Er hat doch den Mann, der blind war, geheilt. Hätte er da nicht auch machen können, dass Lazarus nicht stirbt?« 38 Während Jesus nun zum Grab ging, erfüllten ihn von neuem Zorn und Schmerz. Lazarus lag in einem Höhlengrab, dessen Eingang mit einem großen Stein verschlossen war. 39 »Wälzt den Stein weg!«, befahl Jesus. »Herr«, wandte Martha, die Schwester des Verstorbenen, ein, »er ist doch schon vier Tage tot; der Leichnam riecht schon!«

40 Aber Jesus sagte zu ihr: »Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?« 41 Man nahm nun den Stein vom Eingang weg. Jesus richtete den Blick zum Himmel und sagte: »Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich weiß, dass du mich immer erhörst. Aber wegen all der Menschen, die hier stehen, spreche ich es aus; ich möchte, dass sie glauben, dass du mich gesandt hast.« 43 Danach rief er mit lauter Stimme: »Lazarus, komm heraus!« 44 Der Tote trat heraus, Füße und Hände mit Grabbinden umwickelt und das Gesicht mit einem Tuch verhüllt. »Befreit ihn von den Tüchern und lasst ihn gehen!«, befahl Jesus den Umstehenden.

Jesus ist bis ins Innerste erschüttert. Jesus weint. Und zurecht sagen die Leute: „Er muss ihn sehr geliebt haben!“ Das hat er. Das tut er immer noch. Lazarus, Martha und Maria, sie waren ihm nicht gleichgültig, als er nicht sofort gekommen ist. Aber auch die anderen machen ihm jetzt Vorwürfe. Sie reden miteinander, nicht mit ihm. Aber sie fragen auch: Warum hat er anderen geholfen, und seinem Freund hat er nicht geholfen?

 

Lazarus liegt in einem Grab, in solch einem Grab, in dem auch Jesus begraben sein wird. Ein Höhlengrab. Und ein schwerer Verschlussstein liegt vor der Öffnung. „Wälzt den Stein weg!“ befielt Jesu. Er gebraucht Menschen, um den Toten wieder zum Leben zu bringen. „Wälzt den Stein weg!“ Was jetzt passiert ist öffentlich. Martha will ihm wehren. „Er liegt schon vier Tage dort schon. Er riecht schon.“ Die Verwesung hat eingesetzt. Keine Frage: Dieser Mann ist tot. Da ist keine Hoffnung mehr. Es gibt ein Zu-Spät. Auch für Jesus. Oder?

 

„Habe ich dir nicht gesagt, du wirst wenn du glaubst meine Herrlichkeit sehen!?“ erwidert Jesus. „Lass mich machen.“ Jesus ist wirklich nichts unmöglich. Sie räumen den Stein weg. Jesus sieht zum Himmel und betet. Das macht er bewusst. Die Menschen sollen sehen, woher er seine Kraft hat. Und sie sollen dieses Zeichen sehen, dass er die Macht hat, Tote aufzuwecken.

 

Ein Toter hat eigentlich keine Möglichkeit mehr, zu hören, aufzustehen, umzukehren und zu Jesus zu gehen. Aber der, den Jesus anspricht, der hat auch die Möglichkeit, zu hören, aufzustehen, umzukehren und zu ihm zu gehen. Wir brauchen keinen Menschen aufgeben. Wir brauchen auch uns selbst nicht aufgeben. Niemand braucht sagen: „Ach hätte ich doch damals gehört. Ach wäre ich doch damals umgekehrt und wäre zu Jesus gegangen. Ach hätte ich seinen Ruf doch bloß gehört!“

 

Wen Jesus anspricht, der hat auch die Macht, zu ihm zu kommen. Und da ist es egal, ob jemand 4 Tage, 40 Tage oder 4000 Jahre im Grab liegt. Er ist die Auferstehung und das Leben. Wo er hinspricht, sozusagen, da ist Neues Leben möglich!

 

Als Jesus vor aller Augen gebetet hatte, (43) da rief er mit lauter Stimme: »Lazarus, komm heraus!“
Vom 10. – 15.11. findet ProChrist LIVE in Kassel statt. Jeden Abend in der Dokumentahalle. Ganz verschiedene Gemeinden arbeiten damit. Was sie alle gemeinsam haben ist der Wunsch, dass Menschen Jesus und mit ihm das wahre Leben finden. Evangelisation, Menschen, die Jesus nicht kennen, das Evangelium zu predigen, das ist auch so etwas wie Totenauferweckung hat einmal jemand behauptet. Da finden Menschen vom Tod ins Leben. Sie finden von einem Leben ohne Gott in alle Ewigkeit zu einem Leben mit Gott in aller Ewigkeit. Wer hier den Ruf Jesu hört, der wird ihn auch dann hören. Wer hier schon zum ewigen Leben findet, der wird dann auch ewig leben.


 

Die Trennung zwischen Tod und Leben definiert Jesus anders, als wir es tun. Das passiert schon mitten im Leben. Das entscheidet sich daran, wie wir Christus antworten. Wenn es gut geht, können Menschen Steine wegräumen, die andere Menschen zu Gott hin aufgestellt haben. Das Entscheidende aber tut immer Gott selbst. Der Auferstandene spricht Menschen an. Und dann können sie glauben, aufstehen, zu ihm gehen, umkehren.

 

Die Auferweckung selbst wird nicht erzählt. Keiner ist dabei, das ist ein Geheimnis. Da wird auch nicht vermutet oder behauptet. Es ist ähnlich, wenn Menschen plötzlich glauben können. Das ist ein Geheimnis. Und doch gebraucht Gott Menschen dazu.

 

(44) Der Tote trat heraus, Füße und Hände mit Grabbinden umwickelt und das Gesicht mit einem Tuch verhüllt. »Befreit ihn von den Tüchern und lasst ihn gehen!«, befahl Jesus den Umstehenden.

 

Lazarus, der Neugeborene, wie er da mit lauter Leichentüchern umwickelt herauskommt, er ist auch ein Bild für Menschen, die neu zum Glauben kommen. – Dann haben sie noch vieles an sich, was nicht zum neuen Leben gehört. Und dann brauchen sie „Auswicklungshilfe“. Das ist sozusagen die Nacharbeit, die Säuglingsversorgung, wenn Menschen Kinder Gottes werden. Da sind wir gefragt, damit der andere lernt, sich frei zu bewegen.

 

Kein Mensch kann von sich aus Jesus hören, aufstehen und sein Leben zu Jesus bringen. Niemand kommt aus eigener Kraft zum Glauben. Keiner kann sich entscheiden. Aber wenn der Herr dich angesprochen hat, dann kannst du ihm antworten, aufstehen, zu ihm gehen, dich entscheiden, tun, was zu tun ist.

 

Auch heute hat Jesus gesprochen. Und wenn hier jemand ist, der keine Hoffnung mehr für sein Leben hat! Jesus hofft für ihn. Jesus lässt ihn heraustreten und gibt ihm „Entwicklungshilfe“, damit er loswird, was ihn unfrei macht. Selbst wenn jemanden sein Leben anstinkt: Jesus kann sein Leben neu machen! Sterben werden wir alle. Aber leben werden alle, die ihr Leben in die Hände dessen gegeben haben, der die Auferstehung und das Leben ist.

 

Amen.

 

 

 

 

 
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