Römer 5, 1-5 "Oh mein Gott, dieser Himmel"

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg
Pastor Norbert Giebel 21.2.2016


Römer 5, 1-5 „Oh mein Gott, dieser Himmel“

Vor der Predigt wurden etwa 2 Minuten des Liedes „Oh Mein Gott dieser Himmel“ von Marteria eigespielt.

Liebe Gemeinde,
dieses Lied läuft in diesen Wochen im Radio auf und ab. Das ist ein Hit. Marteria heißt der Sänger. OMG heißt das Lied. OMG, das steht für „Oh mein Gott“. „Oh mein Gott, dieser Himmel, wir komm ich da bloß rein?“

„Mal sehen, wie ich‘s mach“ singt Marteria.
„Ich will ja gut sein, auch wenn's nicht immer klappt.
Lauf durch die Straßen im Winter, verteil' Schuhe und Brot.“

Gut sein, gerecht sein, besser leben, Wolldecken im Winter verteilen: Ist das der Weg, zu Gott zu kom-men? Der Mann im offiziellen Songvideo meint es ernst. Er sucht. Er kasteit sich, schlägt sich selbst, quält sich. Ist das der Weg, um zu Gott zu kommen? Sich selber strafen? Sünden büßen? Allen Freuden des Lebens absagen? Im Video kniet der Mann vor einem Kruzifix. Er sieht den Gekreuzigten. Jesus hat gelitten. Und der Mann schlägt sich blutig. Er ist auch bereit zu leiden. Ist es das? Will Gott, dass wir lei-den wie Christus? „Oh mein Gott, dieser Himmel, wir komm ich da bloß rein?“

Marteria sucht in seinem Song. Er sucht im christlichen Glauben. Aber nicht nur. Soll er sich Mohammed zum Vorbild nehmen, fragt er. Oder Buddha? Mohammed den Krieger, oder sich versenken Buddha? Man sieht eine Taufe. Eine Gläubigentaufe. Eine Frau, die sich zu Jesus bekehrt hat, die ihren Weg ge-funden hat. Sie bekommt Gottes Zuspruch in der Taufe: „Du bist eine Tochter Gottes! Du bist mein!“ Sie gibt ihr Leben Jesus. Aber auch die Taufe im Video wirkt leer. Ohne Freude. Ohne Jubel und Jauchzen. Nur ein Ritus. Ohne Beziehung. Der Mann im Video lässt sich nicht taufen. Für ihn war es nur eine Mög-lichkeit, die er überlegt. Im weiteren Verlauf des Videos sieht man Nonnen, Weihrauch und eine überschwängliche Abendmahlsfeier. Mönche, die tanzen und trinken, Wein mit viel Wasser aus großen Kelchen. Ist das der Weg zu Gott? Weihrauch, dunkle Kutten, Wein aus großen Kelchen trinken? Tan-zen?

Zwischendurch diese Quads. Auf vier Rädern rasen. Manchmal nur auf zweien. Das ist toll. Das macht Spaß. Durch staubige Waldwege pesen. Das ist das Leben, oder? Fast umkippen. Etwas riskieren. Ist das der Himmel? Die Freude? Die Erfüllung? Oh mein Gott, dieser Himmel! ... Die Welt kommt schlecht weg in dem Lied. Die Welt ist gottlos. Alle sind Gangster. Jeder denkt nur an sich. Alle suchen nach Sinn und wollen gleichzeitig reich werden. Die Welt ist widersprüchlich.

Marteria singt: „Seh die ganzen Gangster auf der Suche nach Sinn,
Millionen Einzelkämpfer wissen nicht mehr wohin.
(...)
Also mach ich mir n' schönen Abend, doch kann nicht schlafen,
denn wie so oft stell ich mir diese eine Frage:
Oh mein Gott, dieser Himmel, Wie komm ich da bloß rein?
(...)
Will da oben rein, wie soll das gehen? (...)
Kann kein einziges Gebet, find einfach keine Ruhe, doch jeder Beichtstuhl ist belegt.
Marteria bleibt einsam in seiner Suche.
Nemo ist ein kleiner Fisch in einem sehr bekannten Trickfilm. Ein kleiner Clown-Fisch, der nicht mehr nach Hause findet. Marteria singt: „Seh die ganzen Nemos auf der Suche nach Sinn, doch ich weiß, ich bin für was Gutes bestimmt. In den Goldgräberminen ist noch genug für mich drin. Mein neues Haus sieht aus wie der Louvre von ihnen.“

Also doch groß rauskommen? Gold finden? In einem riesen Haus wohnen? Sich selber den Himmel auf Erden schaffen? Iirgendwie hat Marteria das Gefühl: „Ich bin noch für etwas anderes geschaffen! Ich bin für etwas Gutes bestimmt!“ Immer wieder wird die Frage wiederholt: „Oh mein Gott, dieser Himmel, wie komm ich da bloß rein?“ ... Am Ende findet er seinen Himmel in den Armen einer Frau. Ein flaches En-de, finde ich, für all die Fragen, die der Song aufwirft.

Marteria singt: „Egal, ich lieg in ihren Armen, (Armen!) ich lieg in ihren Armen. (Armen!)“ Am Ende kein Amen, sondern „Armen“.

Als ich das Lied am Mittwoch im Radio hörte, kam gleich als nächstes Lied: „Ich heb ab“ von Sido und Andreas Borani. Auch ein echter Hit. Auch da kommt die Welt schlecht weg. Auch Sido und Borani wol-len nach oben. Frieden gibt es hier auf der Erde nicht:

Ich heb ab
nichts hält mich am Boden
alles blass und grau (...)
Wir laufen rum mit der Schnauze voll
die Köpfe sind leer
sitzen im Dreck bis zum Hals
haben Löcher im Herz
ertränken Sorgen und Probleme
in 'nem Becher voll Wein
mit einem Lächeln aus Stein
uns fällt nichts Besseres ein. (...)
die Stimme der Vernunft ist längst verstummt
wir hör'n sie nicht mehr (...)
Wir hoffen auf Gott, doch haben das Wunder verpasst
wir bauen immer höher, bis es ins Unendliche geht
fast acht Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt
von hier oben macht das alles plötzlich gar nichts mehr aus (...)
Flucht nach oben, könnte man sagen. „Oh mein Gott, dieser Himmel, wir komm ich da bloß rein?“ Das ist die Frage aller Gottsucher. Wie komme ich zu Gott? Wie weiß ich, dass ich ihm willkommen bin? Wie kann ich sicher sein? Diese Welt ist es nicht, der Himmel. Hier gibt es keine Erfüllung, keine Gerechtig-keit, kein Schalom. Der Mensch ist der Fehler! Der Mensch zerstört alle Hoffnungen auf eine bessere Welt. Andreas Borani singt: Wir haben morgen schon vergessen, wer wir gestern noch waren, haben uns alle voll gefressen und vergessen zu zahlen ...
„Oh mein Gott, dieser Himmel, wir komm ich da bloß rein?“ Das war auch die Frage von Paulus. Er war ein sehr gesetzlicher Pharisäer. – Ist das Gesetz der Weg zu Gott? Paulus hat die Christen verfolgt. Als Jesus ihm begegnete und er sich bekehrte, hat er sein ganzes Leben umgestellt. Es dauerte, bis die Christen ihm vertrauen konnten. Und die Frage, wie ich Gott recht werden kann, war auch die Frage von Martin Luther. Das ist die Kernfrage der Reformation. Ich lese die Verse 1-5 aus Römer 5. Für Luther wurden sie Kernverse der Reformation:
1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus; 2 durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, 4 Ge-duld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, 5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

„Oh Gott, dieser Himmel, so kommen wir da rein!“

Paulus fragt nicht. Paulus zögert nicht. Paulus hat lange genug gesucht. Paulus hat die Antwort gefun-den. Besser gesagt: Jesus hat ihn gefunden. Jesus hat sich ihm in den Weg gestellt. Aber jetzt ist Paulus angekommen. Er hat Frieden gefunden. Frieden mit sich selbst, Frieden mit Gott, ewigen Frieden.

Sein Text ist ein Text zum Mitsprechen. Diese Verse wollen mit gesprochen werden. Wie ein Bekennt-nis, das man gemeinsam spricht. Paulus schreibt:
Wir sind gerecht geworden durch den Glauben.
Wir haben Frieden mit Gott durch Jesus Christus.
Wir haben sicheren Zugang zur Gnade.
Wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit.
Wir rühmen uns aber auch unserer Nöte und Leiden, unserer Anfechtungen. Sie werden uns nicht schwächer machen. Sie werden uns die Hoffnung lehren. Und unser Glaube wird wachsen.

Kein Selbstkasteien. Kein leeres Fragen. Kein vergeblicher Versuch, besser zu werden und so endlich bei Gott anzukommen. Du bist schon da, bei Gott, wenn du bei Jesus bist, denn er ist zu dir gekommen!

Paulus will mit einladen, es mitzusprechen. Er will es uns zusprechen und wir sollen es nachsprechen, ja dazu sagen. Dann brauchst du nicht mehr abzuheben, um dem Grau dieser Welt zu entfliehen. Dann kannst du mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, in dieser ungerechten Welt, und bist mit dem Kopf zusagen, mit dem Herzen, mit Jesus schon im Himmel.

Die ersten 5 Verse aus Römer 5 beschreiben ein neues Leben. Ein Leben mitten in dieser gefallenen Welt. Aber ein Leben, das von tiefem Frieden geprägt ist! Frieden mit Gott! Und dadurch auch Frieden mit mir selbst. Und dadurch Frieden mit meinem Nächsten. Drei Zeilen, drei Aussagen will ich noch ein-mal unterstreichen:

1. Wir haben Frieden mit Gott!

Haben denn nicht alle Menschen Frieden mit Gott? Wer streitet sich denn mit Gott? Wer zankt denn mit ihm? Alle Menschen tun es. Alle leben in Unfrieden mit ihm. Sie lassen Gott Gott sein, aber sie las-sen ihn nicht ihren Gott sein. Sie tun so, als könnte man Gott einfach so neben sich stehen lassen. Wie eine Kirche, wie ein Gebäude, das sich nicht bewegt, dem ich mich nähern kann, neben dem ich stehen und von dem ich wieder gehen kann, das mir aber nichts zu sagen hat.

Menschen tun so, als wäre Gott eine Idee oder ein Ding. Wir tun so, als wäre Gott willenlos und macht-los. Menschen leben neben Gott, das ist ihre Feindschaft. Koexistenz neben Gott, das bringt den Frie-den nicht. In der Welt ist man oft schon froh, wenn zwei Länder oder zwei Mächte wenigstens zu einem Nebeneinander finden, dass nicht mehr geschossen wird, dass man den anderen leben lässt. Das nen-nen wir dann schon Frieden. Gott aber will nicht einfach „am Leben gelassen werden“. Er wünscht sich unser Vertrauen, dass er allein unser Gott ist, dass wir mit ihm als unserem Herrn leben. Sich ihm anver-trauen, das ist etwas anderes, als ihn stehen lassen, als nicht gegen ihn zu sein. – Im Vertrauen zu ihm aber, da liegt der Friede.

Paulus hat es vorher so ausgedrückt: „Alle Menschen sind Sünder. Alle haben die Herrlichkeit verloren, die Gott für sie gedacht hat. Der Mensch wird gerecht allein aus seinem Glauben an Jesus Christus.“ (vgl. Römer 3, 23.28)

Gott allein hat diesen Frieden mit uns geschlossen. Als wir noch Sünder waren, als wir noch keine Ah-nung hatten, wie weit weg wir von Gott sind, als wir unsere Schuld noch gar nicht erkannt haben, da ist Jesus schon für uns gestorben. (So haben wir es heute im Wochenspruch gehört. Römer 5.8, wenige Verse nach unserem Predigttext.) So kommt man zu Gott. So kommt man in den Himmel. Er ist zu uns gekommen. Er hat sich selbst kasteit. Er hat gebüßt für uns. Wir sollen nicht mehr leiden für unsere Schuld. Wir dürfen frei sein! Die Brücke zu Gott ist fertig. Wir brauchen nur noch hinüber zu gehen! So kommen wir in die Freude Gottes.

2. Wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit

Menschen, die sich selbst rühmen, sind klein in sich selber. Sie meinen, ihren Gesprächspartnern ihr Größe zeigen zu müssen, weil sie sich selber so klein vorkommen. Gott mag es nicht, wenn Menschen sich selber rühmen. Nicht vor ihm und nicht vor anderen Menschen. „Gott hat das Geringste in der Welt erwählt, damit sich keiner vor ihm rühme.“ schreibt Paulus den Korinthern. (1. Kor 1,28-29) „Wir sind nicht gerecht aus dem, was wir geleistet haben,“ schreibt Paulus den Ephesern, „damit sich niemand selber rühme!“ (Epheser 2,9)

Wenn Paulus hier schreibt, „wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit“, dann meint er nicht, dass wir uns selber rühmen. Sondern wir rühmen uns, wir wissen darum und freuen uns daran, dass Christus unsere Hoffnung ist. Wir rühmen Gott für das, was er uns mit Christus geschenkt hat. Wir ha-ben Frieden mit Gott durch Christus. Wir haben Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit durch Jesus Christus. Dass wir uns der Herrlichkeit Gottes rühmen, die er uns durch Jesus geschenkt hat, das kann man schnell nachvollziehen. Aber Paulus sagt:

3. Wir rühmen uns auch unserer Nöte.

Wir rühmen uns auch unserer Leiden. Wir rühmen uns auch unserer Anfechtungen. Auch sie machen uns wertvoll. Auch sie gehören zu uns. Was meint Paulus damit? Sollen wir jubeln, wenn’s uns schlecht geht? Super, ich bin arbeitslos!? Herrlich, ich bin pleite! Halleluja, diese Krankheit werde ich nie wieder los! Jetzt habe ich Schmerzen mein Leben lang. Wir rühmen uns auch unserer Krisen und Anfechtungen!

Das Normale ist doch, was man oft sehen kann: Not bringt Ungeduld. Mir geht es schlecht, und das will ich loswerden. Weil ich ungeduldig bin, mache ich Fehler, halte den Weg nicht aus. Weil ich Fehler ma-che, weil ich den schnellsten Weg gehen will und nicht um den besten Weg ringen will, mache ich schlechte Erfahrungen. Ich versage. Das nimmt mir alle Hoffnung.

„Wir rühmen uns auch unserer Krisen und Anfechtungen!“ schreibt aber Paulus. Er sitzt vermutlich im Gefängnis, als er den Römerbrief schreibt. Paulus hat viel Leid erlebt und er selbst hat eine unheilbare Krankheit. Eine Art Schüttellähmung, Parkinson, vielleicht war er auch Epileptiker. Man weiß es nicht sicher. Paulus weiß, was Leid bedeutet. Aber er kennt einen anderen Umgang damit. Er sagt:

Weil wir Frieden mit Gott haben, weil wir immer freien Zugang zu ihm haben, weil wir Fehler machen dürfen, nichts stark sein müssen und uns immer wieder vergeben wird, weil Gott seine Liebe in unsere Herzen gegossen hat, weil wir ihm vertrauen, darum nehmen wir sogar unsere Leiden an. Wir rühmen uns auch unserer Leiden, denn sie bewirken Geduld in uns. Wir werden stärker dadurch. Belastbarer. Wir verstehen mehr vom Leben. Wir lernen durchhalten und doch auf dem Weg bleiben. – Das griechi-sche Wort für Geduld meint, „unter einer Last zu bleiben“ oder „mit einer Last weiter zu gehen“.

Ich habe als Kind etwas erlebt, an das ich oft noch denke. Ich war vielleicht acht oder neun Jahre alt. Und ich bekam nach dem Sportunterricht meine Schuhe nicht mehr auf. Die Schnürsenkel waren für meine Begriffe total verknotet.
So etwas macht mich wild. Ich war sofort ungeduldig. Ich hätte den Schuh durch den ganzen Raum werfen können, weil ich in meiner Ungeduld die Knoten nicht lösen konnte. „Gib mal her!“ sagte Michael, ein Kumpel damals. „Darin bin ich Experte. Ich kriege jeden Knoten auf.“ – Konzentriert und ruhig ging er an die Sache. Und bald hatte er alle Kno-ten gelöst. Immer denke ich an diese Situation, wenn wieder einmal verknotete Schnürsenkel zu lösen sind. „Michael hat das auch geschafft“, denke ich. Man muss das sportlich sehen, wie ein Rätsel, wie eine Aufgabe, die man jetzt ruhig zu lösen hat. Und Stück für Stück lösen sich die Knoten.

Geduld aber bewirkt Bewährung. Wir werden erprobter, erfahrener. Unser Vertrauen zu Christus wächst.
Wenn uns bewähren, wenn wir Schweres durchstanden haben, wenn wir auch mit einer Last leben lernen, dann werden wir nur noch stärker in unserer Hoffnung.

Wir haben gelernt: Christus hält uns auch im Leiden. In vorübergehenden Leiden aber auch in bleiben-den Leiden. Unsere Hoffnung gewinnt. Wir überwinden das Schwere mit Christus. Darum rühmt Paulus sich auch seiner Leiden und lädt uns ein, es mit zu sprechen.

Viele von uns kennen Margot Käßmann. Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands. Manche lesen auch gerne Bücher von ihr. Margot Käßmann hat eine Scheidung erlebt. Sie hat Schweres im Glauben durchgemacht. Vor sechs Jahren dann wurde die damalige hohe Bischöfin mit Alkohol am Steuer erwischt. Sie ist daraufhin zurückgetreten. In ihrer Presseerklärung sagte sie: „Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Für diese Glaubens-überzeugung bin ich auch heute dankbar!“ Mitten in der Krise mit vielen öffentlichen und privaten Kon-sequenzen hatte sie Hoffnung.

Ich möchte den Predigttext zum Abschluss noch einmal lesen. Ich bitte euch, dazu aufzustehen und wer möchte, kann ihn laut mitlesen: „Oh Gott, dieser Himmel, wie komm ich da bloß rein?“ Wir lesen:

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben,
haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben
zu dieser Gnade, in der wir stehen,
und rühmen uns der Hoffnung der Herrlichkeit, die Gott geben wird.

Nicht allein aber das: Sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse,
weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.

Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden,
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Amen.

 
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