Exodus 16, 1-4.11-26 Gott versorgt uns

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Evangelisch-Freikirchliche-Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg
Pastor Norbert Giebel, 4.9.2016

Exodus 16, 1-4. 11-26.31 Gott versorgt uns

1 Von Elim zogen sie aus und die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie von Ägypten ausgezogen waren. 2 Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. 3 Und sie sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. 4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich's prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht.

11 Und der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. 14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. 15 Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. 16 Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte.

17 Und die Israeliten taten's und sammelten, einer viel, der andere wenig. 18 Aber als man's nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte. 19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. 20 Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. 21 Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es.

22 Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten's Mose. 23 Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. 24 Und sie legten's beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. 25 Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. 26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. 31 Und das Haus Israel nannte es Manna. Und es war wie weißer Koriandersamen und hatte einen Geschmack wie Semmel mit Honig.

Liebe Gemeinde,

Paulus schreibt später über die Erfahrungen Israels in der Wüste, dass, was sie erlebt haben, „das ist geschehen uns zum Vorbild und uns zur Mahnung“. (1. Kor 10). Israel macht auf dem Weg von ihrer Befreiung aus Ägypten bis zum verheißenen Land viele typische, beispielhafte Erfahrungen  mit Gott. Hier lernen sie Gott kennen! Und was Israel hier erlebt hat, das soll auch den Christen dienen, zu erkennen, wie Gott mit seinen Menschen umgeht! Das Erste gleich, das wir sehen, ist: Mit Gott unterwegs sein bewahrt uns nicht vor Krisen.

  1. 1.Krisen gehören zum Leben.

Das Volk hat sehr aufwühlende Erfahrungen hinter sich. Ihr ganzes Leben hat sich dadurch verändert.  Sie kommen gar nicht dazu, innerlich zu verarbeiten, was sich äußerlich gerade alles getan hat und sich noch weiter tut. Nach 40 Jahren Gefangenschaft haben sie Ägypten verlassen. Gott hat in ihr Leben eingegriffen. Gott hat ihr Rufen gehört. Er hat große Wunder getan. Dann aber hat das ägyptische Heer sie verfolgt. Sie haben um ihr Leben gebangt. Und wieder hat Gott sie gerettet. Was war das für eine Flucht!

Dann kamen sie nach Elim. Ein herrlicher Ort. Ein Wunder der Natur. Eine Oase. Elim war ein Geschenk des Himmels nach der Flucht! Wie Urlaub. Endlich konnten sie mal wieder zu sich kommen. Zwölf Wasserquellen, siebzig Palmen, kein Hunger, kein Durst, keine Bedrohung. In Elim brauchte man kein Gottvertrauen, da hatte man alles, was man zum Leben brauchte. Datteln und Bananen vor den Augen: So kann man gut einschlafen. In Elim waren sie sicher und sicher versorgt. Gott aber hatte ihnen Land versprochen. Gott wollte sie weiterführen. Sie sollten aufbrechen aus ihrer äußeren Sicherheit. Und sie brachen auf.

Der Gott, der sie nach Elim geführt hat, er würde sie immer versorgen. Der Glaube war groß! Jetzt ging es in die Wüste, das war klar! Sie mussten sich von vielen Annehmlichkeiten verabschieden, aber was soll‘s: Der Herr ist mit ihnen. Sie würden das schaffen, den langen Weg, mit ihm. Und dann kam die Krise. Sechs Wochen waren sie unterwegs, da wollten sie alles hinschmeißen. Aller Anfang ist schwer.

Sand in den Schuhen kann man theoretisch aushalten, praktisch reibt er einem die Füße wunde. Sand in den Augen, trockene Lippen, die heiße Sonne auf dem Kopf, seine Lasten auf dem Rücken. „Wann sind wir endlich da?“ haben die Kinder nach einem Tag gefragt. Jetzt fragen es auch die Erwachsenen: „Wie lange noch?“ Das ist die Frage Israels in der Wüste. Das große Vertauen, das sie hatten, der Schwung des neuen Aufbruchs, sie waren aufgebraucht. Das Leben ist einfach zu schwer. Eine gute Perspektive ist einfach zu weit weg. Das, was ihnen fehlt, ist ja kein Luxus. Das braucht man zum Leben.

Ihr Murren ist kein billiges Meckern. Sie haben Existenzängste. So geht es nicht mehr weiter! Sie haben nichts zum Essen und sie wissen nicht, wie lange sie das noch durchhalten! Sind wir wirklich auf dem richtigen Weg? Hat Gott uns wirklich geführt? Kann er diesen schweren Weg für uns wollen?    Neben dem Brot ist auch der Glaube ausgegangen!

Sie befragen ihr ganzes Leben. Sie werden depressiv, und aggressiv. Sie werden wütend, jemand muss daran Schuld haben. In Krisen bauen viele Menschen ihre Feindbilder aus. Menschen in Krisen haben immer mindestens zwei oder drei Leute, auf die sie richtig sauer sind, wo sie ihren Zorn konzentrieren. Von diesen scheinbar bösen Menschen träumen sie sogar. Den ganzen Tag gehen ihre dunklen Gedanken zu ihnen. Die haben Schuld. Ohne sie wäre alles einfacher.

Mose und Aaron müssen für ihren Zorn herhalten. Sie waren es doch, die sie hierher geführt haben!

Sie haben doch immer so positiv geredet. Sie wissen doch selber nicht weiter. Sie sind auch nur Menschen, nicht so stark und strahlend, wie wir dachten. Neue Leiter braucht das Volk! Manche machen das ihr Leben lang so: Mein Vater ist schuld. Mein Lehrer ist schuld. Meine Frau ist schuld, dass ich so geworden bin. Israel will seine Sündenböcke, Mose und Aaron, am liebsten in die Wüste schicken! Wie schön und frei wäre ein Leben ohne sie. Das wäre doch die Lösung.

Und noch ein dummes Krisenverhalten stellt sich bei Israel ein. Uns zur Mahnung, wie Paulus sagt:

Früher war alles besser“, sagen sie. Israel denkt an Ägypten zurück. Sie verklären ihre Vergangenheit.  Nie haben sie dort an gefüllten Fleischtöpfen gesessen! Jetzt aber behaupten sie es. Es sind ihre Sehnsüchte heute, die sie in ihr Leben früher projizieren.

„Früher war alles besser!“ Man redet von der Musik der „goldenen 20er“. Aber die Zwanziger des letzten Jahrhundert waren Zeiten der Weltwirtschaftskrise, mit hoher Arbeitslosigkeit und Vorzeichen des schrecklichen 2. Weltkrieges. Man redet von den „goldenen 50ern“: Wirtschaftswunderzeiten: Überall VW-Käfer, Borgward und Mercedes. Aber Millionen von Frauen mussten damals lernen ohne ihre Männer weiterzuleben. Unzählige alleinerziehende Mütter und Witwen mussten 50 Stunden pro Wochen arbeiten.        Viele Menschen hatten ihre Heimat verlassen müssen. Flüchtlinge mussten bei Null anfangen und sich integrieren.

Das ist eine typische Krisenreaktion: Früher war alles besser! „Wären wir doch in Ägypten geblieben!“ murrt das Volk. Es ist eine Binsenweisheit in der Psychologie, das wird immer und immer wieder beobachtet: Viele Menschen leiden lieber, als dass sie sich verändern. Das bekannte Unglück wird dem unbekannten Glück vorgezogen. Es gibt keine Erneuerung, keinen Aufbruch ohne Krisen! Das zweite, das wir am Weg Israels durch die Wüste erkennen und auch für uns wissen dürfen: Gott versorgt sein Volk!

  1. 2.Gott versorgt sein Volk.

Gott sorgt für sein Volk wie eine Mutter für ihre Kinder. Der, die , das Kleine hat Hunger. Es schreit. Mama eilt herbei und füttert es. Das Volk kommt mir vor wie ein trotziges Kleinkind, Gott wie eine Mutter voller Barmherzigkeit. Gott hilft dem Volk mit Zuckerbrot und Wachteln! Das ist keine neue Elim-Oase, aber Gott versorgt sein Volk.

An Wachteln ist nicht viel dran. Das sind keine halben Hähnchen. Jesus hat einmal gesagt, für fünf Sperlinge zahlt man zwei Groschen. An Wachteln ist etwas mehr dran. Abgemagert vom weiten Flug, erschöpft fallen sie geradezu auf das Land, nachdem sie das Meer überquert haben. Besonders wenn sie gegen Wind oder Sturm fliegen mussten. Heute noch kann man sie auf dem Sinai mit einer Schlinge oder bloßen Händen fangen.

Wachteln gab es abends. Manna gab es Morgens: Gottes Halbpension in der Wüste. Auch das Manna kommt noch heute auf der Sinaiinsel vor und wird von Beduinen gerne genossen. Was ist das für eine Speise? Schon die Gelehrten zur Zeit Jesu wie der jüdische Geschichtsschreiber Josephus haben vermutet, dass es sich um eine Art Honigtau handelt, der heute noch kiloweise vom Boden aufgenommen wird.

Es ist eine Absonderung der Schildlaus (Tradutina mannipara) auf den Tamarisken in der Wüste. Milchige Tropfen fallen auf den Boden, verbinden sich, werden hart in der Nacht, sodass man sie am Morgen auflesen kann. Wenn sie liegen bleiben, schmelzen sie in der Sonne und werden zum Fraß der Insekten. Wenn es so wäre, macht das das Wunder nicht geringer. Es wird uns gesagt, wie es schmeckte: Süß. Kinder mögen es süß. Die Muttermilch ist süß. Hier steht, es schmeckte wie Semmel mit Honig (V. 31). Manna ist eine richtige Kinderspeise. Gott sorgt für uns wie eine Mutter für ihre Kinder. Es macht satt, was er uns gibt, und es schmeckt sogar noch.

Am Morgen und am Abend aber muss das Volk etwas tun, damit es satt wird. Israel fliegen keine gebratenen Tauben in den Mund. Die Vögel müssen gefangen, gerupft und gegrillt werden. Das Manna muss gesammelt, geknetet und gebacken werden. (V23). Sie sollen sich die Nahrung holen, die Gott ihnen bereitet hat. Sie müssen sie noch zubereiten, damit sie bekömmlich ist. Aber sie haben immer genug! Jeden Tag!

Für das Volk Gottes war das ein Wunder! Sie sehen die „Plätzchen“ auf dem Boden liegen und fragen: „Man hu?“  Das heißt: „Was ist das?“ Sie kennen es nicht und finden es gerade jetzt, als sie verzweifelt sind. – Gott im Himmel hat ihnen dieses Brot gegeben! Vielleicht war Manna gar nicht das Wunder, sondern dass sie es jetzt gerade finden,  dass sie erkennen, dass Gott lange vorgesorgt hat. Vermutlich hätten damals schon irgendwelche Wüstenbewohner sagen können: „Das kennen wir!“ Und bei den Wachteln hätte sie sich nur gewundert, dass es gerade in dieser Zeit so viele sind, die man fangen kann. Gott schafft keine neuen Wachteln, sondern er nutzt die Gegebenheiten, um seine Wunder zu tun. – Und am Sabbat gibt es kein Manna und keine Wachteln. Das kann auch kein Beduine erklären.

Gott zeigt sich seinem Volk in der Wüste beispielhaft auch für uns. Gott versorgt sein Volk! Und er zeigt, dass man seinen Geboten vertrauen kann.

  1. 3.So what?

Zu Deutsch: Was soll das? Was fangen wir damit an? Zuerst musst du für dich klären, wo du gerade stehst. Lebst du in Ägypten? Bist du gefangen? Versklavt? Abhängig? Dann lass dich befreien! Lebst du in Elim? In der Oase? Hast du alles, was du brauchst? Ist das auch das Ziel, zu dem Gott dich führen wollte? Oder hast du dich hier eingerichtet, weil es schön ist, weil es einfacher ist, weil jeder Aufbruch Verunsicherung bedeutet? Kann es sein, dass Gott möchte, dass du weitergehst? Jeder Weg mit Gott beginnt mit dem ersten Schritt. Oder lebst du in der Wüste? Bist du aufgebrochen? Bist du unterwegs mit Gott? Hast du einen sicheren Standpunkt verlassen, um mit Gott auf dem Weg zu bleiben?

Ich hoffe, es ist okay für dich, Tanja. Nehmen wir dich einmal als Beispiel. Tanja bricht auf. Sie lässt viel zurück, auch viele Annehmlichkeiten, und geht auf eine Bibelschule. Anja lässt alles Vertraute hinter sich. Vielleicht wartet auch auf Tanja die Wüste. Manches wird vielleicht schwerer, als sie es dachte, ist ja nur ein Beispiel. Muss ja nicht passieren. Von der Erfahrung, die Israel gemacht hat und auch für uns gemacht hat, können wir sagen: Gott geht mit denen, die er aufbrechen lässt Gott versorgt die, die mit ihm unterwegs sind. Und jeder fährt gut damit, sich an Gottes Gebote zu halten, auch wenn die Nahrung knapp wird.

Und was kann unser Manna sein, in unserer Wüste? Vielleicht schenkt Gott etwas, das man nicht erklären kann. Da liegt plötzlich etwas vor uns, das uns satt macht, für einen Tag, und am nächsten Tag wieder, und wir fragen Man hu? Was ist das? Vielleicht ist es jetzt schon da, unser Manna, und wir müssen es nur aufsammeln und verzehren, heute davon leben. Gottes Brot soll immer am selben Tag verzehrt werden. „Haltbarkeitsdatum heute!“ „Hamstern zwecklos!“ Wenn man es nur aufbewahren will, ist schon der Wurm drin. Gottes Lebensmittel haben keine Konservierungsstoffe. Man muss sie aufbrauchen und   immer frisch sammeln.

Gott gibt immer wieder Glauben für den nächsten Tag. Gott gibt immer wieder Kraft für die nächste Aufgabe. Er gibt immer wieder Liebe für das nächste Gespräch. Das ist typisch für Gott. Mose nennt er zwei Ziele, die er durch seine Lebensmittel erreichen will: „Sie sollen satt werden und sie sollen erkennen, dass ich Gott bin.“ Gott will durch seine Gaben in Beziehung zu uns treten. Er will sich immer wieder neu zeigen – so wie Liebe oder Freundschaft sich immer wieder neu zeigt. Nicht seine Gaben sollen uns Sicherheit geben, wir werden nicht darin Frieden finden, dass wir alle Kraft im Voraus haben. Nicht seine Gaben, sondern ER will unser Friede sein.

Kein Ehepaar, das sich liebt, gibt sich alle Küsse für einen Monat schon am ersten Tag des Monats, im Voraus. Sie lieben sich und sie küssen sich gerne. Sie wollen sich immer wieder frisch ihre Liebe zeigen. Sie wollen ihre Beziehung gestalten durch das, was sie sich schenken. So will Gott uns jeden Tag neu beschenken.

Dietrich Bonhoeffer hat gesagt: „Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie uns nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.“

Was ist mein Manna in der Not? Vielleicht sind es ganz gewöhnliche Dinge, die wir aufsammeln und die uns plötzlich satt machen: Die Tageslosung, das Andachtsblatt, ein Telefonat mit einem Freund, ein Moment der Ruhe, den ich bewusst wahrnehme und an dem ich mich freue, vielleicht ein Psalm, den ich 40 Tage jeden Morgen lese, der sich wie Tau auf meinen Tag legt.

Vielleicht ist das Abendmahl unser Manna. In einem Gespräch zwischen Jesus und einigen aus dem ging es auch um das Manna. Was ist unser Manna? Kann Jesus uns auch so wunderbar ernähren wie Israel es erlebt hat? Und Jesus sagte: „Gottes Brot ist das, was vom Himmel kommt und der Welt das Leben gibt... Ich bin das Brot des Lebens!“ (Joh 6,33.35). Das Manna in der Wüste wird zu einem Symbol für Jesus. Jesus teilt sich aus. „Das ist mein Leib“, hat beim Brechen des Brotes gesagt. „Das ist mein Blut“, hat er den Kelch gedeutet.

Wir feiern das Abendmahl heute in besonderer Form. Es wird später noch erklärt werden. Aber wenn du in Ägypten lebst und dich nach Freiheit sehnst, dann komm. Gott versorgt sein Volk! Wenn du in Elim lebst und alles bei dir gut ist, dann komm na seinen Tisch und feiere mit ihm. Danke ihm dafür. Gib ihm die Ehre. Wenn du nicht weißt, wohin er dich führen möchte, dann komm und lass dich stärken. Er sendet dich. Er geht mit dir. Er schenkt dir einen neuen Aufbruch. Und wenn du in der Wüste lebst, wenn du Hunger und Durst hast, dann wartet Jesus besonders auf dich. Er ist das Brot des Lebens. Er will dir das wahre und ewige Leben geben.

Amen.

 
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