Lukas 2,7 Warum ehren wir dieses Kind? (Heiligabend)

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg

Norbert Giebel Heiligabend 24.12.2016

Lukas 2, 7    Warum ehren wir dieses Kind?

(Zu Beginn erscheinen insgesamt 14 Fotos von Babys auf den Bildschirmen.)

Liebe Gemeinde,

stellt euch vor: Ich habe ein Foto des kleinen Jesus gefunden!
Jesus als Säugling. Hier ist das Foto!                                                   Baby 1

Süß, oder? Oder, nee, nein, das ist glaube ich das falsche Foto.
War es nicht dieses hier?                                                                    Baby 2

Das sieht jedenfalls königlicher aus. Jesus muss doch geschmückt worden sein von seinen Eltern, oder?

Aber ich bin immer noch unsicher. Oder war es dieses Foto?                  Baby 3

Fromm, fröhlich, pflegeleicht. Das könnte doch Jesus sein, oder?
Aber ist der nicht zu hell von der Haut?
Vielleicht hat Jesus so ausgesehen:                                                      Baby 4

Eine Windel hatte Jesus jedenfalls an. Lukas schreibt: „Sie gebar ihren Sohn, ihren Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe!“ (Lk 2,7)
Bestimmt haben damals Windeln anders ausgesehen. Einfache Tücher werden es gewesen sein. Sonst könnte er hier auch Jesus gewesen sein:                               Baby 5

Wirklich schade. Ich war mir so sicher, ein Foto von Jesus gefunden zu haben. Wer war es denn nun? – Passt mal auf: Ich zeige euch jetzt alle 14 Bilder, die ich habe. – Wer war denn nun Jesus als Säugling? Was würdet ihr sagen?

Baby 6-14 nacheinander

Also ich bin jetzt total verunsichert. Wer von diesen Kindern könnte Jesus sein? Da kann man doch auch nicht abstimmen. Jesus war ein ganz reales Kind mit einem ganz einmaldigen Gesicht – so wie alle Kinder ganz einmalig sind. Ich sage es euch: Jesus könnte jedes dieser Kinder gewesen sein, denn er war ein ganz normales Kind. Er war aber keines von diesen Kindern.

Gibt es von euch auch noch Fotos als ihr Babys wart? Man könnte von jedem von uns ein Foto zeigen, dann hätte man ganz viele Fotos zu sehen. Alles ganz süße Babys, davon bin ich überzeugt. Und Jesus könnte jedes gewesen sein.So wie ich oder so wie du oder so wie der, der gerade neben dir sitzt als Baby ausgesehen hat. Er war keiner von uns! – Aber er war genau wie wir als er ein Säugling war.

  • Eine Windel brauchte er auch.
  • Hunger hatte er auch.
  • Geweint hat er auch bestimmt.
  • Und zuerst hat er keine Nacht durchgeschlafen.
  • Hätte Jesus eine Rassel gehabt, hätte er auch damit gespielt.

Wenn Jesus ein ganz normales Kind war, warum feiern wir ihn denn so? – Seine Locken, wenn er überhaupt Locken hatte, waren nicht lockiger als die anderer Kinder. Jesus hatte auch keinen Heilgenschein, Jesus hat nicht irgendwie geleuchtet.

Wir feiern dieses Kind, weil Gott sein Vater ist.

Wir feiern dieses Kind, weil Propheten schon viele viele Jahre vorher gesagt haben, dass in Bethlehem der König Gottes geboren werden wird. Gottes Plan für diese Welt kommt in diesem Kind zum Ziel.

Wir feiern dieses Kind, weil Gott selbst in Jesus Mensch geworden ist. Gott ist ein Kind geworden, und das allein ist schon ein Zeichen. Nicht in einem Königshaus, nicht in einem goldenen Schloss geboren, sondern ganz einfach, ganz normal. – In einer Futterkrippe, weil sonst nirgends Platz für ihn war.

Kinder sind sind mächtig. Babys sind nicht stark. Vor solchen niedlichen Kindern hat man keine Angst. Die können nicht angreifen, aber die können angegriffen werden. Kinder sind verletzlich.

Gott wird ein normales Kind. Gott macht sozusagen ein Kind zu seinem Logo.
Eine Krippe und ein Kreuz. Denn Weihnachten fängt es an, dass Gott sich den Menschen in einem ganz normalen Menschen zeigt.

        Dieser Jesus wird der ganzen Welt Gottes Liebe zeigen.  Und am Ende wird er sterben am Kreuz für unsere Schuld. Das ist das zweite Logo Gottes: Ein Kind und das Kreuz.

Also: Eigentlich ist es egal, wie Jesus ausgesehen hat.

Was wir wissen müssen, ist, dass er ein ganz normales Kind war.

Gott ist ein ganz normaler Mensch geworden. – Und wisst ihr warum: Damit ganz normale Menschen zu Gott kommen können, wenn sie diesem Jesus glauben.

Amen.

 
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