5. Mose 7, 6-12 "Für immer erwählt"

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Mönchebergstraße
Israelsonntag, Norbert Giebel, 20.08.2017

5. Mose 7, 6-12  Für immer erwählt

Liebe Gemeinde,

Israel, das Volk Gottes, ist für immer erwählt. Was heißt das? Was ist Erwählung? Sind wir auch erwählt? Wenn ja, was bedeutet das? Erwählung, das ist bedingungslose Liebe. Etwas Großes oder sich selbst einfach jemand anderem schenken.

Wenn du ein großes Geschenk hättest, schwer, wertvoll, wer das bekommt, der hat ein neues Leben, der ist reich, der hat für immer ausgesorgt. Also wenn du einmal ein solches Geschenk hättest und gehst damit in die Stadt, Kassel ist noch zu klein, nehmen wir einmal Tokio mit 37 Millionen Einwohnern, du gehst in die Straßen von Tokio und nimmst einfach irgendjemanden und gibst ihm oder ihr das Geschenk, das ist Erwählung. Vielleicht fragt dich die alte Frau oder der kleine Junge in Tokio, warum denn gerade er. Dann sagst du: „Einfach so. Weil ich es will. Der Grund dafür liegt nicht in dir. Ich schenke es dir. Nicht weil du jung oder alt oder klug oder schön bist. Ich will es einfach. Dieses Geschenk ist für dich.“ Das ist Erwählung. „Es gibt noch 37 Millionen andere Einwohner in Tokio, aber du sollst es haben.

Gott hat Israel beschenkt. Bleiben wir mal zunächst bei Israel. Es gibt nur einen Grund dafür: Weil Gott es will. Gott hat Israel sich selbst geschenkt. Nicht weil dieses kleine Volk irgendetwas zu bieten hätte. Gott wollte es so. Er steht zu seinem Wort und sein Wort ist immer gültig. Ich lese uns den Predigttext aus 5. Mose 7, 6-12. Das ist der Text, mit dem wir verstehen können, worum es bei Gottes Erwählung geht:

6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. 7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, 8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der HERR euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. 9 So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, 10 und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. 11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust. 12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat.

  1. 1.Gottes Erwählung meint seine voraussetzungslose Liebe und Treue aus seinem freien Willen heraus.

Mose ist mit seinem Volk an der Grenze zum verheißenen Land angekommen. Wüstenjahre liegen hinter ihnen. Mose selbst wird das Land nicht mehr betreten und erleben können. Er ist zu alt. Darum erinnert Mose Gottes Volk noch einmal deutlich und eindringlich an das, was sie mit Gott erlebt haben und was Gott ihnen geschenkt hat. Er erinnert an die Väter des Volkes, Abraham, Isaak und Jakob. Jakob wurde später Israel genannt. Er erinnert an ihre Befreiung aus Ägypten. Sie waren Sklaven, gefangene, Unfreie. Gott hat sie wunderbar herausgeführt aus ihrer Gefangenschaft. Nicht sie, sondern er hat gekämpft, er hat sie gerettet, er hat‘s bewirkt, dass der Pharao sie ziehen ließ.

Mose erinnert an die Wunder der Befreiung und der Wüstenzeit: Gott hat das Wasser vor ihnen geteilt. Er hat sie durch das Wasser gerettet. Er hat in ihren schweren Wüstentagen wunderbar ernährt. Und Mose erinnert das Volk an das Gesetz. An Gottes Gebote. Auch sie sind ein Zeichen seiner Liebe zu ihnen. Seine Gebote sind gut und sie werden ihnen leben helfen.

Gott hat Israel seine Treue geschenkt. Und Mose sagt es deutlich: „Nicht weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat!“ Allein seine grundlose Liebe ist der Grund der Erwählung. Dabei ist auffällig, dass Gott eine besondere Liebe für alles Kleine und Schwache hat. Er hat ein Herz für Menschen, die in dieser Welt keine großen Leuchten sind. Das, was in dieser Welt kein Ansehen hat, das sieht er an.

Er hat Mose zu seinem Diener erwählt, obwohl Mose schlecht reden konnte und ein Mörder war. Ein Mensch mit schwerem Makel, ein Mensch mit dunkler Vergangenheit. Gott hat Mose erwählt, indem er sich ihm gezeigt und ihn gebraucht hat. Er hat Josef erwählt. Josef war der zweitjüngste von zwölf Söhnen und er war der Verwöhnteste von allen, der Schönling, der Arbeit nicht kennenlernen brauchte. Josef war stolz und naiv. Ein verwöhntes Einzelkind trotz vieler Brüder. Ein Träumer. Niemand hätte ihm irgendeine große Verantwortung zugetraut. Gott hat Josef erwählt und für ihn bedeutete dass zunächst einmal Leiden! Josef wurde als Sklave verkauft, herumgestoßen, erniedrigt, kam in die Fremde, in das verhasste Ägypten, wurde ins Gefängnis geworfen. Für Josef hat Gottes Erwählung zunächst nur Leiden bedeutet. Und am Ende hat er dafür gesorgt, dass das ganze Volk nicht verhungern musste.

Ich könnte mehr Beispiele nennen. Gott hat David erwählt. Er kam aus dem kleinen und unbedeutenden Bethlehem. Als der Prophet Samuel einen König suchte, hat Davids Vater, Isai, ganz vergessen, dass er da noch einen Sohn auf dem Feld hat. Ausgerechnet David, den Schafshirten, mit dem niemand gerechnet hat, ihn erwählt Gott zum ersten König Israels. Gott hat ein Herz für alles Kleine und Schwache und Zerbrochene. Den glimmenden Docht löscht er nicht aus. Er bringt ihn neu zum Brennen. Er gibt ihm Kraft. Er macht eine Leuchte aus ihm.

Wer also wissen will, ob er erwählt ist, ob Gott ihn liebt, ob er zu Gott gehört, ob Gott sich ganz fest an ihn gebunden hat, der kriegt das nie heraus, wenn er auf sich selber sieht. Wer auf sich selbst sieht, sieht seine Schwächen, seine Grenzen, Dummheiten, Halbheiten. Wer auf sich selber sieht, sieht seine eigene Gebrochenheit. Aber Gott ist ganz. Ganz für den, den er erwählt hat. Mit aller Kraft. In aller Treue. In aller Liebe.

Im Alten und Neuen Testament wird Gottes Erwählung Israels mit der Ehe verglichen. Gott hat sich eine Braut gesucht und er hat Israel ausgesucht. Gott sehnt sich nach einem Volk, wie ein Mann nach einer Frau. Gott sehnst sich nach einem Volk, dass er lieben kann und das ihn liebt. Ein Volk, an dem er sich zeigen kann. Gott ist auf Brautschau. Er wünscht sich eine Braut, der er treu ist und die ihm treu ist.

Ich kenne ein Ehepaar, die Frau hat ihren Mann manchmal aufgefordert, ihr zehn Gründe zu nennen, warum er sie liebt. (Vielleicht eine nette Idee für die Jungerheirateten hier!) Der Mann hat mitgemacht und aufgezählt: „Du bist schön und klug und fromm, wir mögen die gleiche Musik, ...“ und so weiter. Am Ende sagte er: „Aber ich liebe, weil ich dich erwählt habe!“ Er wollte damit sagen: Vielleicht bist du ja einmal nicht mehr schön und klug und auch nicht mehr fromm. Dann liebe ich dich immer noch, weil ich dich erwählt habe.

Vielleicht stimmt das nicht für jede Ehe, aber das stimmt für Gott. Mehr noch: Gott macht das Volk und die Menschen, die er erwählt hat „schön und klug und fromm“ sozusagen. Er investiert in sie, schenkt sich selber immer mehr, er vergibt ohne Ende, er hilft ihnen. Aber er macht seine Liebe nicht abhängig von ihrem Entwicklungsprozess.

1. Gottes Erwählung ist seine voraussetzungslose Liebe und Treue

  1. 2.Gottes Erwählung bedeutet Leiden für Israel

Das will ich nicht auslassen. Von Gott erwählt zu sein bedeutet nicht unbedingt, auf der Sonnenseite des Lebens zu leben. Israel hat gelitten in Ägypten. Das Volk hat gelitten in der Wüste, trotz der Wunder Gottes. Die vorhin erwähnten Josef, Mose, David hatten kein leichtes Leben. Vielleicht hat kein Volk der Welt so viel gelitten, wie Israel. Erwählung heißt also nicht, dass es den Erwählten immer gut geht.

Von einem jüdischen Vater wird folgende Anekdote erzählt: Seine Söhne stehen an der Front in einem der vielen Kriege Israels mit seinen Nachbarn. An einen Feiertag in dieser Zeit betet der Vater in der Synagoge: „Lieber Gott, ich weiß, wir sind das auserwählte Volk. Ich bin dir dankbar für alles. Aber könntest du mir einmal den Gefallen tun und statt unseres Volkes ein anderes auserwählen?"

Israel wurde nach Babylon verschleppt. Für jedes einzelne Jahr Frieden können Volk und Land Israel dankbar sein. Bis heute. Juden wurden im Mittelalter verfolgt, auf Scheiterhaufen verbrannt, in Kreuzzügen besiegt, in KZs und Ghettos gesperrt. Sie mussten hungern und wurden getötet nur weil sie Juden waren.

Der Jude Stefan Zweig schrieb in den ersten Jahren des zweiten Weltkrieges: „Unser Gott, unserer Väter Gott, ein verborgener Gott ist er, und erst in der Tiefe des Leidens werden wir seiner gewahr. (...) Weltwanderschaft ist unser Zelt, (eine Umschreibung für Flucht und Heimatlosigkeit)“ (...) „ So steh auf, du Volk, aus deiner Klage; wie einen Stab nimm deinen Glauben, und du wirst schreiten aus deinen Nöten (...) Denn zur Dauer sind wir erwählt durch das Leid und zur Ewigkeit durch die Erneuerung ...“. – Wundere dich nicht, wenn du leidest, Israel. Steh auf, glaube und geh weiter!

Ja: Gott hat sich Israel in seiner Liebe gezeigt. Aber hat sich auch in seiner Härte gezeigt. Der grundlos liebende Gott ist auch ein fordernder, ein anspruchsvoller, ein eifersüchtiger Gott. Im Predigttext haben wir es gelesen: „Er vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen (also ablehnen), und bringt sie um.“ Gott ist wie ein Mann, der eine Braut gefunden hat. Aber er will keine Braut, die sagt, ich liebe dich und den da, und den, und die Welt, neben dir noch so viel andere Männer.

Ich habe das so noch nie gesagt, auch noch nie gedacht, also bitte prüft es kritisch. Mein Eindruck ist, dass Gott seine Liebe und Gerechtigkeit an Israel zeigen will. Und wenn er sich darin nicht zeigen kann, dann zeigt er sich in seiner Härte. Amos, der Prophet, er hat Israel gepredigt: „So spricht der Herr: Weil ich euch erwählt habe aus allen Völkern, darum werde ich euch für alle eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!“ (3,2)

Gottes Erwählung stellt Israel und jeden Menschen, den er erwählt in eine Spannung: Gott schenkt sich ihm, aber er macht ihn damit auch zu seinem Eigentum. So beginnt unser Predigttext: „Du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.“ Der Gott, der sich in seiner Liebe gezeigt hat, der lebendige Gott bleibt auch ein verborgender Gott.

Wohl jede und jeder, der mit ihm lebt, kommt in Situationen, wo er Gott nicht versteht. LetzteWoche saß ich mit einer Mutter am Tisch, deren Sohn mit 21 Jahren tödlich verunglückte. Mit dabei saß ein Mann, deren Sohn mit 23 Jahren nach 7 Jahren Krankheit gestorben ist. Wer kann das verstehen?

Gottes Erwählung bedeutet nicht, dass Israel oder seine Erwählten nach den Maßstäben dieser Welt nun etwas Besonders seien, dass alles Leid um sie einen Bogen macht, dass bei ihnen alles wie von selbst geht im Leben, dass sie womöglich stolz auf ihre Erwählung werden könnten. Amos wirft seinem Volk ein stolzes Erwählungsverständnis vor. Israel hat sich etwas eingebildet auf seine Erwählung. Israel ist in eine falsche Sicherheit gefallen. Israel hat nicht mehr nach Gottes Willen gefragt. Ein Licht der Völker sollten sie sein. Darum predigt Amos: „So spricht der Herr: Weil ich euch erwählt habe aus allen Völkern, darum werde ich euch für alle eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!“ (3,2)

Erwählung bedeutet auch Leiden. Paulus ruft die Christen zur Kreuzesnachfolge auf. Auch Jesus hat dazu aufgefordert, dass jeder ein Kreuz auf sich nehmen solle. Wer das nicht tut, der sei seiner nicht wert. (Lukas 9, 23-24; 14,27) Und ich weiß nicht wie oft sich der liebende Gott dieser Welt auch durch Leiden zeigen will, die seine Kinder durchleiden müssen.

  1. 3.Erwählung ist Erwählung zu einem Auftrag!

„Du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.“ beginnt unser Predigttext. Ich denke, das ist bei dem schon gesagten deutlich geworden. Gott will sich an seinem Volk zeigen. Sie sollen sich unterscheiden von den anderen Völkern. Seine Gerechtigkeit und seine Barmherzigkeit soll sich darin zeigen, wie sie miteinander und mit anderen leben. Seine Gegenwart soll ihnen heilig sein. Seine Herrschaft soll unter ihnen kommen. Sein Wille soll bei ihnen geschehen. Erwählung ist Eingliederung in das Heilige. Wenn Jesus Menschen ruft, ihnen das Heil anbietet, dann ruft er: „Komm und folge mir nach!“ Oder „Ihr seid das Licht und das Salz dieser Erde!“ Gottes Erwählung ist immer Erwählung zu einem neuen Sein! Denn wer bei Gott ist, der wird neu!

  1. 4.Wer mit Christus lebt, der ist erwählt!

Hat Gott den Bund mit Israel aufgekündigt durch den neuen Bund, den er aller Welt durch Jesus Christus anbietet? Hat Gott sich von Israel scheiden lassen wie ein Mann, der seine Frau fortschickt? Nein. Das hat er nicht. Aber hat seinen Bund erweitert. Schon die Erwählung Israels hatte die ganze Welt im Blick. Gott wollte Israel zu seinem Zeugen machen. Israel sollte ein Licht der Völker sein.

Immer noch wünscht Gott sich eine Braut. Ein Volk des Eigentums. Menschen, die miteinander ihn verherrlichen, seine Liebe und seinen Ernst in dieser Welt leben. Jetzt kann jeder dazu gehören, der zu Jesus gehört. Jesus ist „der eine Erwählte Gottes“, hat große Theologe Karl Barth gesagt. Und alle, die in Christus sind, sind erwählt. Sie können sich voll darauf verlassen. Ob Jude oder Heide.

  • Gott hat sich ihnen selbst ganz geschenkt in seinem Sohn.
  • Er hat sie befreit aus der Sklaverei, von der Sünde und vom Tod.
  • Sie sollen keine Sklaven mehr sein sondern als Freie leben.
  • Nicht weil sie irgendetwas Besonderes wären, sondern nur, weil er sie liebt, weil er ihnen sich schenken will. Allein aus Gnade.
  • Nirgends sonst liebt Gott das Kleine, das Schwache, das Gefallene, das Zerbrochene so sehr wie in Christus.
  • Auch wer in Christus lebt, wird durch das Wasser hindurch gerettet. Die Taufe ist das Zeichen der Erwählung. Da schließt Gott seinen neuen Bund mit den Menschen.
  • Wer mit Jesus lebt, den versorgt er auch in schweren Wüstentagen wunderbar.
  • Und er oder sie hat ewig ausgesorgt.

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und (euch dazu) bestimmt, dass ihr Frucht bringt (...)!“sagt Jesus. (Joh. 15,16) – Wir sind bedingungslos erwählt und in Dienst genommen.

Jesus Christus war schon das Ziel der Erwählung Israels: „In ihm – in Jesus Christus – hat Gott uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, damit wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns vorherbestimmt seine Kinder zu sein durch Jesus Christus (...)“ schreibt Paulus (Epheser 1,4).

Petrus schreibt der christlichen Gemeinde und nimmt direkten Bezug auf unseren Predigttext:
Ihr aber seid“ – also die Christen, das Volk des Neuen Bundes! „Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk (!), das Volk des Eigentums (!), damit ihr die Wohltaten dessen verkündigt, der euch berufen hat von der Finsternis zu einem wunderbaren Licht!“ (1. Petrus 2,9):

Und Petrus schreibt: „Darum, liebe Brüder, bemüht euch eure Berufung und Erwählung fest zu machen. Wer das tut, der wird nicht straucheln!“ (2. Petr. 1,10)

Wenn Jesus jemanden anspricht, dann ist er berufen, dann ist er erwählt, dann steht Jesus mit seinem großen Geschenk vor dir. Wer dann sagt „Ich glaube dir, Jesus“ und sein Leben zu Gott kehrt, sich taufen lässt, der lebt seine Berufung und Erwählung.

Was Petrus schreibt, ist aber zuerst eine Ermahnung an die Brüder, wie er es nennt, also an die, die schon Christen sind. Auch sie können es offensichtlich vergessen: Du bist erwählt und berufen! Nun lebe es auch. Du bist ein Teil des heiligen Volkes, des Volks des Eigentums. Nun mache es auch fest, und du wirst ewig nicht straucheln.

Amen.

Bei Punkt 2 „Erwählung bedeutet Leid“ habe ich Gedanken übernommen von der Predigt von Eberhard Schwarz vom 3.11.7.2011 zum selben Text mit dem Titel „Gott ist eine Zumutung“.

 
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