Josua 1, 1-9 Sei getrost

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Kassel-Möncheberg
Norbert Giebel, 1.7.2018

Josua 1, 1-9 „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir!“

1 Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: 2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. 3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. 4 Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. 5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. 6 Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe. 7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8 Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.9 Siehe ich habe dir geboten: Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Liebe Gemeinde,

  1. 1.Das ist ein Wort an das Volk Israel

Das Volk befindet sich an einem markanten Übergang: Es hat viele Jahre Wüste hinter sich. Jetzt steht es an der Grenze zu dem Land, das Gott ihnen schenken will. Und der alte Mose ist gestorben. Ihr Führer. Ihr geistlicher Leiter. Gott hat durch ihn gesprochen. Er wusste immer, was zu tun ist. Jetzt soll Josua weitermachen. Das ist neu für Josua und das ist neu für das Volk.

Und an der Grenze in das neue Land steht kein Willkommenskomitee. Da fließt ein reißender Fluss. Das Jordantal geht fast 400 Meter unter den Meeresspiegel. Dadurch ist das Gefälle viel stärker als bei anderen Flüssen. Am Jordan kann man nicht bleiben. Am Jordan kann man nicht wohnen. Aber jetzt müssen sie da irgendwie durch. Alter Reflex: Mose fragen! Aber das geht nicht mehr. Jetzt sind sie auf sich gestellt. Jetzt müssen sie Gott fragen, überlegen, selber entscheiden.

Da spricht Gott zu Josua und zu dem Volk: 2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf (Josua) und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. 3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. – Ihr macht euch Sorgen, wie ihr das Unmögliche schaffen sollt. Müsst ihr gar nicht. Ich gebe euch das Land. Jeden Schritt, den ihr geht, gehe ich mit. Jedes Stückchen Land, das ihr betretet, werde ich euch geben.

Das Volk braucht noch einmal einen Grundkurs im Glauben. Losgehen mit Gottes Versprechen im Rücken. Losgehen auf sein Wort hin. Ohne zu sehen, wo der übernächste Schritt hingeht, einfach den ersten Schritt losgehen. Das ist Glauben. Nicht Sicherheit suchen, sondern im Vertrauen wagen. Nicht stehen bleiben am Jordan, sondern trotz aller Ängste und Unsicherheiten losgehen. Schnelle Lösungen gibt es nicht. Da wächst keine Brücke über den Jordan.  Sie müssen da durch allein im Vertrauen, das dahinter Gottes Land wartet. Das ist ein Grundkurs im Glauben: Gott tut das Entscheidende zuerst. Und dann kommt unser Part. Wir gehen los.

Und was Gott ihnen schenken will, ist viel größer als das, was sie jemals hatten: Von der Wüste bis zum Libanon bis zum Euphrat soll ihr Land reichen. Das ganze Land der Hethiter soll ihr Land werden. (V4) Gottes Angebot ist größer als das, was sie sich selbst ausrechnen könnten. Sie sollen nicht klein denken. Sie sollen groß denken. Gott will sie mit seiner Vision anstecken. An ihre eigenen Grenzen werden sie schnell stoßen. Wenn sie sich selbst ansehen, würden sie nur kleine Brötchen backen. Aber an die Grenzen Gottes werden sie so schnell nicht stoßen, wenn sie glauben und losgehen, hören, und tun, was sie gehört haben. „Gott weil er groß ist“ heißt es in einem Kanon. „Gott weil er groß ist, gibt am liebsten große Gaben. Ach, das wir Armen nur so kleine Herzen haben!“

  1. 2.Das ist ein Wort an Leiter

In der Mitte steht die Anrede an Josua. Er wird ermutigt. Ihn will Gott anstecken, entzünden, erwecken.    Er soll vorangehen.  Sein Verhalten, sein Glaube, soll die anderen anstecken. Gott gibt ihm eine Vision, einen klaren Auftrag. Gott legt ihm ans Herz, was Gott am Herzen liegt. Da soll ein Feuer brennen. Eine Leidenschaft. Da soll etwa in ihn gepflanzt sein, was ihn antreibt, was ihn nie wieder loslassen wird.

Wir können davon ausgehen, das Josua Angst hatte. Er sollte etwas tun, was Gott will, mit diesem Volk, das so oft starrsinnig und kurzsichtig gewesen ist. Unmöglich. Er soll in die großen Fußtapfen von Mose treten. Unmöglich. Drei Mal sagt Gott ihm „Sei getrost und unverzagt!“
Das heißt, „Sei mutig und stark!“
„Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.“ (V6)   „Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.“ (V5)

Gott bindet sich an Josua. Er beauftragt ihn. Er beauftragt ihn, Dinge zu tun, die er als Mensch, die er allein nicht tun kann. Absolut unmöglich. Absolute Überforderung. Aber Gott bindet sich an ihn: „Ich bin mit dir. Ich bin deine Kraft.“

Erstens können wir von dieser mehrfachen Ermutigung ableiten, dass Josua wirklich Angst hatte. Er hatte keinen Mut. Ihn graute vor dieser Aufgabe. Er war absolut erschrocken. Zweitens können wir an diesen Aufforderungen erkennen, dass es nicht automatisch geht, dass Josua, dass überhaupt ein Mensch, aus Gottes Kraft mutig und stark ist. Das muss man wollen. Dazu muss man sich entscheiden.

Im Hebräischen sind das Verben, Tätigkeitsworte. Es geht nicht zuerst um einen inneren Mut, um eine innere Haltung, es geht um mutige und starke Taten, mutige und starke Schritte. Der Mut als Gefühl, die eigene Sicherheit, kann dann später dazukommen. Aber jetzt soll er mutig handeln! Ob jemand stark in Gott ist, erkennt man daran, was er tut. Sei mutig und stark! Gott hat sich mit dir fest verbunden!

Josua kann das annehmen und jetzt mutig handeln, mutig auftreten. Er kann es aber auch nicht tun. Er kann so leben, als wäre er kraftlos und sich dann auch so fühlen. Er kann mutlose Entscheidungen treffen, mutlos denken, klein denken, Gott nicht zutrauen, dass er zu seinem Wort steht.

Auch weil es diese Möglichkeit gibt, sagt Gott es ihm drei Mal: Sei getrost und unverzagt. (V5) Sei nur getrost und unverzagt. (V7) Siehe, ich habe dir geboten, sei getrost und unverzagt! (V9) Josua kann seine Flügel hängen lassen oder er kann fliegen. Er kann seine Segel setzen, dass Gottes Geist ihn treiben kann, oder sozusagen seine Segel unten lassen. Gott macht seine Menschen nicht zu Marionetten. Aber macht sie zu seinen Boten, die in seiner Kraft seinen Willen tun.

Der Anfang des Buches Josua ist ein Wort an Leiter. Ihnen wird die Größe des Auftrages klar gemacht. Sie sollen groß denken. Sie bekommen von Gott etwas ans Herz gelegt. Was er tun will, das soll ihre Vision, ihr Antrieb werden. Ihnen wird zugesagt, dass Gott sie leiten und ihnen Kraft geben wird. Diese drei Dinge gehören wohl immer dazu, wenn Menschen beauftragt. Dass unser Auftrag groß ist. Dass Gott uns etwas aufs Herz legt und dass er zusagt, unsere Kraft zu sein.

„Niemand wird dir Widerstand leisten können!“ (V5a) sagt Gott Josua zu. – Das ist an einen bestimmten Auftrag und eine bestimmte Berufung gebunden. Was Gott will und was er Josua ans Herz gelegt hat, das wird Erfolg haben. Das heißt nicht, dass nie einer widerspricht, dass es nicht auch Widerstände geben wird, dass er nicht auch immer wieder Geduld brauchen wird. Aber Gott wird mit Josua und durch Josua zu seinem Ziel kommen.

„Wie ich mit Mose war, will ich auch mit dir sein. Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ (V5b+c) Auch wenn du manchmal zwischen Baum und Borke hängst, wenn dich die Erwartungen der Leute erdrücken, wenn du hilflos bist und auch keine Antwort hast, auch wenn du einmal richtig unbeliebt bei den Leuten wirst – das hat Mose ja auch erleben müssen – auch wenn deine Umfragewerte mal in den Keller gehen: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht! – Es ist wie einem Vater, der sein Kind in die Luft wirft. Er wird es fangen. Er wird es nie fallen lassen.

  1. 3.Das ist eine Ermahnung, Bibel zu lesen.

Wir können auch sagen „Das ist eine Ermahnung unter Gottes Weisungen zu leben.“ Letztlich geht es natürlich darum. Aber Gott sagt Josua nicht nur, dass er nach seinen Geboten leben soll, Josua wird aufgefordert darin zu leben, es ständig im Mund zu haben:

7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8 Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht „von deinem Munde kommen“, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.

Josua soll mutig und stark sein, sich in allen Dingen an Gottes Gesetz zu halten. Er braucht Mut und Kraft, in Gottes Wort zu forschen. Das Buch des Gesetzes soll nicht von seinem Munde weichen. Leises Lesen nur in Gedanken war damals unüblich. Beim Lesen wurde vor sich hin gesprochen. Das kann man ruhig einmal probieren: Den Bibeltext leise aber für sich hörbar beim Lesen zu sprechen. Das geht langsamer aber es ist intensiver. Im Hebräischen steht hier „murmeln“. „Murmle darin tags und nachts“ hat Martin Buber übersetzt. Die lateinische Übersetzung übersetzt „meditari“ – meditieren, nachdenken, bedenken, hin und her bewegen, sich darin einfühlen. Gottes Wort soll unser Leben prägen.

Man kann nicht Leiterin oder Leiter sein, in Gottes Volk Verantwortung übernehmen, und nicht im Wort Gottes zuhause sein. Wie könnte jemand, den Menschen etwas zu sagen haben, der nicht im Hören auf Gott bleibt? Es geht beim Bibellesen nicht nur darum, eine Frage zu haben und dann eine Antwort zu suchen. Es geht darum, dass Menschen im Wort Gottes wohnen, zuhause sind, von ihm geprägt werden, im Hören auf Gott bleiben.

  1. Das ist auch ein Wort an mich.

Wenn es ein Wort an Leiter ist, dann ist es auch ein Wort an mich. Ich darf es mir auch sagen lassen: Gott ist mit mir! Ich darf mich auch ermahnen lassen: Sei Zuhause in Gottes Wort! Aber was ist meine Vision? Was hat Gott mir ans Herz gelegt? Wo hat er mir etwas anvertraut, wo er mich gebrauchen will? Ich habe mir die Frage gestellt. Bin ich ein Leiter? Ja und nein würde ich sagen. Ich kein Stratege, wenn man das unter einem Leiter versteht. Ich bin kein einsamer Kämpfer. Ich gehe nicht weit voraus. Ich weiß nicht alles. Was aber hat Gott mir ans Herz gelegt? habe ich mich gefragt. Ich predige gerne. Ich bete gern. Ich begleite gerne Menschen.

Aber eins ist mir wieder wichtig geworden: Ich möchte lebendigen Glauben fördern. Ich möchte dazu beitragen, dass Glaube tiefer wird, ehrlicher, opferbereiter. Dass Menschen in Christus Halt und Freude finden. Die Spiritualität in unserer Gemeinde, das ist so mein Stichwort. Damit meine ich einen jeden Tag gelebten, festen, getrösten, fröhlichen Glauben. Zuerst einfach die Sehnsucht von Menschen, vor Gott zu sein. In seine Nähe zu kommen, Ihn zu hören. Still zu werden vor ihm. Als Getrösteter andere trösten. Geistliche Gemeinschaft haben im Gebet, im Wort Gottes. Als ganze Menschen vor Gott sein.

Ich glaube, das hat Gott mir ans Herz gelegt. Gerade weil wir viel Programm und viele Veranstaltungen in der Gemeinde haben. Es besteht die Gefahr, dass wir uns verzetteln und „Gott zu wenig auf dem Zettel haben“. Wir wollen ein offenes Haus für alle Menschen sein. Das haben wir einmal als Vision unserer Gemeinde festgehalten. Aber wir wollen offen für alle sein, damit sie Jesus bei uns kennenlernen und in Gemeinschaft mit Christen kommen, die Zuhause sind in ihrem Glauben, im Gebet und im Wort Gottes. Wie kann ich das mehr leben? Wie kann ich darauf achten, dass das, was Gott mir ans Herz gelegt hat, nicht verloren geht, verschüttet wird, in tausend anderen Dingen, die man auch tun kann und  die ich oder andere von mir erwarten? Bin ich mutig und stark und geh los in dem, was Gott mir ans Herz gelegt hat? Und was hat er dir ans Herz gelegt? – Wofür lässt er dein Herz schlagen?

  1. Das ist ein Wort an uns alle.

Es gibt niemanden hier, keinen Christen, ohne Auftrag von Gott. Oft muss man dazu erst einmal den Jordan überqueren. Die eigene Trägheit. Den mitreißenden Fluss von Terminen und Gewohnheiten, von Ängsten vielleicht. Dahinter aber wartet das verheißene Land. Es lohnt sich, sich für den Mut und die Kraft zu entscheiden, die Gott uns anbietet. Josua hat diese Entscheidung getroffen und er hat damit viele andere in Bewegung gesetzt. Er wusste, was Gott von ihm wollte, er hat Gott geglaubt und er ist mutig losgegangen.

Wir werden nachher Abendmahl feiern. An drei Stationen im Raum hinter unten und an einem Ort oben auf der Empore werden Bot und Kelch ausgeteilt. Und wir haben zwei Segnungsstationen vorgesehen. Einen hier vorne vor dem Gebetsraum, die andere Segnungsstation diagonal gegenüber dort rechts in der Ecke. Beides findet parallel statt. man kann sich also zuerst segnen lassen und dann zum Abendmahl kommen oder umgekehrt. Wer nicht gut gehen kann oder sitzen bleiben möchte, bekommt Brot und Kelch auch an den Platz gebracht.

Lasst euch stärken für euren Weg, für euren Jordan, für euren Auftrag. Und wer möchte kann eine Bitte äußern, einen Lebensbereich nennen, und sich segnen lassen. Ich bitte um Mut und Kraft. Ich bitte um Klarheit, was Gott von mir möchte. Ich bitte um Mut für Schritte, die vor mir liegen. Nun aber zuletzt noch:

  1. 6.Das ist ein Wort für Sarah

Wir wollen es dir zusagen: „Siehe ich habe dir geboten: Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst!“ Das ist nicht gesagt für Menschen, die eigene Wege gehen, die Gott nicht fragen, was er in und für ihr Leben will. Das ist eine Zusage für Menschen, die sich mit Gott auf den Weg gemacht haben und mit Gott weitergehen wollen. Das ist ein Wort für Menschen, die sich selbst in dem wunderbaren großen Auftrag sehen, dass Gott sie in dieser Welt gebrauchen will. Das ist eine Verheißung für die, denen Gott etwas aufs Herz gelegt hat, und die es leben. So aber haben wir dich kennengelernt. Du bist mit Gott auf dem Weg. Du willst mit Gott weitergehen. Du hast es auf dem Herzen, Gott zu loben, ihn anzubeten, und du hast Menschen auf dem Herzen, die du ich ihrem Glauben fördern willst.

Darum dürfen wir dir diesen Satz zusagen: „Siehe ich habe dir geboten: Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst!“

Amen

Für diese Predigt habe ich sehr profitiert von der Predigt von Winfried Glatz, Hofkirche Berlin-Köpenick, 1.1.2012



 
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